Costa Rica Tucan

Costa Rica Tucan

Montag, 23. Februar 2015

Rincon de la Vieja

 Hey nochmal! ❤
Jetzt also endlich zu dem wirklich wunderschönen Wochenende im Nationalpark "Rincon de la Vieja".
Am Freitag Morgen sind wir (eine Gruppe deutscher Austauschschüler und unsere Betreuer Hanna und Isabel) von San José nach Guanacaste gefahren, in den Nationalpark "Rincon de la Vieja" (="Ecke der alten Frau"). Die Fahrt hat insgesamt eine Ewigkeit gedauert (um die sechs Stunden), aber auf dem Weg haben wir einen Zwischenstopp bei einem Wasserfall eingelegt, in dem wir baden konnten. Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind, mussten wir erst noch ein kleines bisschen wandern, aber als wir endlich beim Wasserfall angekommen waren, dachte ich echt, ich wäre im Paradies! Es war einfach sooooo unbeschreiblich schön! Ich mein ich hab sowas schon öfter auf Bildern gesehen, oder im Fernsehen oder so, aber in Wirklichkeit ist das so atemberaubend. Natürlich sind wir auch sofort in's Wasser gesprungen (obwohl das echt kalt war) und zu den Wasserfällen hochgeklettert. Deswegen habe ich auch richtig viele blaue Flecken an den Beinen und auch an den Armen, weil ich wohl irgendwie zu blöd bin, nicht gegen Felsen zu laufen bzw. zu schwimmen.
Das sind diese Momente, wenn du dir wünscht, deine Augen könnten Fotos machen. Ich werde nie das Bild vor meinen Augen vergessen, als ich im Wasser auf dem Rücken lag und über mir die Wasserfälle und den wolkenlosen blauen Himmel erblickt habe.
Nachdem wir uns abgekühlt hatten, ging es weiter mit dem Bus, bis wir endlich am Hotel angekommen waren. Zu viert hatten wir jeweils einen Bungalow und es war echt richtig schön dort (bis auf dass es am Freitag geregnet hat und kalt war, was normalerweise untypisch ist für Guanacaste).
Nach einem leckeren Abendessen sind wir dann recht bald schlafen gegangen, denn am nächsten Morgen mussten wir früh raus. Wir hatten schließlich viel vor: Auf Pferden und mit drei Guides ging es ab durch den Nationalpark. Mein Pferd hat aus zwei Gründen super zu mir gepasst:
1. Wegen dem Namen: Es hieß "Pelo de Oro", was so viel bedeutet wie "Haar aus Gold"
2. Es war genauso faul wie ich (zumindest auf dem Rückweg)
Wer jetzt denkt "Reittour, für die man keine Vorkenntnisse braucht" bedeutet wir werden geführt oder die Pferde laufen nur im Schritttempo, hat sich getäuscht. Uns wurden in eine Hand die Zügel gedrückt und mit der anderen sollten wir uns am Sattel festhalten - fertig. Dann noch ein paar kleine Anweisungen, was das Steuern der Pferde angeht und los ging's. Erst ein bisschen Schritt, dann haben wir angefangen zu traben und am Ende ist mein Pferd sogar kurz galoppiert. Ich bin echt stolz auf mich, dass ich nicht runtergefallen bin. (Wenn wir grad bei dem Thema sind: Liebe Grüße an meinen Onkel Werner :) Ich will unbedingt mal reiten, wenn ich irgendwann wieder bei Dir bin :) ).
Es hat wirklich richtig Spaß gemacht, durch Wälder und steppenartige Landschaften mit vereinzelten Palmen zu reiten und einfach alles andere zu vergessen. Einfach zu genießen hier zu sein und die Möglichkeit haben, diese unglaublichen Eindrücke und unbeschreiblichen Bilder in sich aufzunehmen und nie wieder zu vergessen.
Nachdem wir an unserem Ziel angekommen waren, ging es noch ca. 45 Minuten zu Fuß weiter, bis wir natürliche Thermalquellen erreicht haben. Es war wie im Bilderbuch! Einzelne "Becken", die um die 35°C heiß waren. Das Wasser war hellblau gefärbt und hat nach Schwefel gerochen. Andere waren wiederum eiskalt und klar. Einer der Guides hat uns einen Schlamm angerührt, der angeblich gut für die Haut sein sollte. Ich hatte ihn zum Glück nur am Rücken, denn es hat furchtbar gebrannt.
Nach ein paar Stunden sind wir dann zurück zu unseren Pferden gelaufen und anschließen zum Hotel geritten. "Pelo de Oro" war wahrscheinlich genauso müde wie ich und hatte auf Traben nicht mehr so viel Lust (was ich ehrlich gesagt gar nicht so schlecht fand, denn mein Po hat schon vom Hinweg echt weh getan ;) ).
Am Hotel angekommen sind wir noch in den Pool gesprungen, danach gab's Abendessen und dann war auch schon wieder Schlafenszeit.
Sonntag war dann auch schon unser letzter Tag in Rincon de la Vieja. Nach dem Frühstück haben wir mit einem unserer Guides eine Wanderung zu einem kleinen Wasserfall gemacht, in dem einige gebadet haben, aber mir war es ehrlich gesagt zu kalt. Auf dem Weg dorthin mussten wir ein paar Flüsse überqueren, was nicht ganz ungefährlich war. Wir sind über Steine gesprungen und über eine Hängebrücke gelaufen, die nicht gerade vertrauenserweckend aussah (manche Hölzer waren herausgebrochen und man musste aufpassen, dass man nicht in's Leere tritt...).
Als wir auf dem Rückweg waren, durften wir sogar eine Schlange anfassen und wir haben einen Tucan gesehen. :o ❤
Nach dem Mittagessen haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht und ich war wirklich froh nach sechs oder sieben Stunden Busfahrt endlich wieder zu Hause zu sein! :)
Abschließend kann ich sagen, dass das Wochenende wirklich unvergesslich war... und ich, glaube ich, noch nie so viele Mückenstiche hatte.
Ich melde mich, sobald es wieder was Neues gibt.
Alina ❤

PS: Keine Angst, mehr Fotos werden demnächst nachgereicht. Ich muss noch warten, bis ich auch die Bilder von den anderen habe.

Wasserfall "Llanos de Cortez"

Welcome to Paradise 

Sina & ich

...und noch ein Wasserfall-Foto

Sinas Pferd

Wanderung zu den Thermalquellen

Bei den Thermalquellen angekommen (die hellblauen Becken)



Der Pool vom Hotel

...nochmal Sini ❤

Wanderung am Sonntag (Die Hängebrücke macht mir Angst - vor allem, wenn man mal als kleines Kind von einer runtergefallen ist und sich den Arm gebrochen hat.)

Bananenpalme

Wanderung durch einen trockenen Urwald

Unser Frühstück am Samstag
Regenbogen ❤

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