Costa Rica Tucan

Costa Rica Tucan

Samstag, 31. Januar 2015

Viel zu erzählen

HOLA
jetzt hab ich auch endlich mal Zeit und WLAN um Euch ein paar Sachen zu erzählen... Fangen wir mal am Anfang an.
28./ 29.1. : ABFLUG. Dieser Tag war auf jeden Fall einer der schwersten meines Lebens würde ich jetzt einfach mal so sagen. Ich hasse Abschied :'( . Und ich konnte es einfach nicht realisieren, nicht am Flughafen, nicht im Flugzeug, und auch nicht als ich in Costa Rica gelandet bin. 
Der Flug war an sich eigentlich recht enspannt, aber zwischendurch hatten wir einige Turbulenzen. Die Flugbegleiter waren echt nett... Bei unserem Lufthansa Flug von München nach Frankfurt gab es keine Bildschirme und die Sicherheitsanweisungen wurden von den Flugbegleitern selbst gemacht. Der eine stand neben mir und ich hab ihm gesagt, dass es live viel cooler ist und er hat gemeint: " ja mit den Bildschirmen ist es ja langweilig" :D .

Weiter geflogen sind wir dann mit Condor. Also das "Entertainment Paket" bei Condor geht mal gar nicht. Wenn man Economy fliegt und nichts zusätzlich zahlt, hat man einen einzigen Film und eine Episode einer Serie zum Anschauen. Bei 13 Stunden Flug ist das  irgendwie nicht ganz so cool. 
Außerdem haben Sina und ich - mal wieder typisch - das Essen verschlafen...  Als wir aufgewacht sind hatten wir aber richtig Hunger, nur von den Stewardessen kam mal wieder niemand vorbei. Also dachte ich mir, nehme ich das Ganze doch mal selbst in die Hand... An jedem Sitzplatz gab es einen Knopf, mit dem man einen Flugbegleiter rufen konnte, also haben wir den gedrückt, es hat *pling* gemacht und ein blaues Licht ist über uns aufgeleuchtet. Doch wer denkt, wir hätten jetzt unser Essen bekommen, liegt falsch. Es ist einfach gar nichts passiert. Also bekommt auch der Service von mir eher einen Daumen runter. Irgendwann ist dann mal ein Flugbegleiter vorbei gekommen, den wir aufgehalten und gefragt haben. Er war echt richtig nett, drückte so 10 mal diesen Knopf und meinte: "Jetzt machen wir mal ein bisschen Terror dahinten... ZWEI ESSEN BITTE!!" Ja so geht's natürlich auch... Und dann bekamen wir endlich etwas zu essen.

Bei unserer Zwischenlandung in Santo Domingo sind Sina und ich aufgestanden und ein bisschen rumgelaufen im Flugzeug, um mal mit den anderen zu reden. Irgendwann meinte dann eine Stewardess, wir sollen uns kurz hinsetzen, also haben wir uns einfach auf den erstbesten freien Platz gesetzt... Und so Flo kennengelernt. Flo kommt aus Bayern, aber wohnt in Costa Rica. War echt gut, dass wir ihn kennengelernt haben, denn so hatten wir einige Insider Infos und außerdem jemanden, der uns beim Ausfüllen der Zoll Papiere geholfen hat.
Ich war echt froh, als wir dann endlich in San José gelandet sind. Dort wurden wir nach dem ganzen Zoll Zeugs von CAS abgeholt.

Es war richtig sonnig und warm draußen und als wir dann im Bus waren, bin ich erstmal wieder eingeschlafen... Als ich aufgewacht bin, war es alles andere als sonnig und warm. Kalt, windig, regnerisch - auch das ist Costa Rica. Wir sind in einem Bergdorf namens Tarbaca gelandet, auf 1800 Metern Höhe. Ich hab die ganze Zeit richtig gefroren und mir genau das Gegenteil unter Costa Rica vorgestellt, aber naja. Hier sollte nun also unser Orientierungstreffen stattfinden. Wir haben nochmal ungefähr das Gleiche gemacht, wie in Berlin und es gab typisch costa-ricanisches Essen: Zum Frühstück Gallo Pinto (Reis, Bohnen, Rührei, Baguette), zum Mittagessen Casado (Reis, Bohnen, Kartoffeln, Hühnchen, Kochbananen) und zum Abendessen nochmal Reis mit Gemüse und - wer hätte das gedacht - Bohnen. Ich hab allerdings abends einfach nichts mehr gegessen, denn eigentlich bräuchte ich schon nach dem Frühstück nichts mehr für den Rest des Tages. Getrunken haben wir Cas Saft, der wirklich suuuper lecker ist.

Die Nacht in Tarbaca war Horror. Wir haben immer zu dritt in so kleinen Häuschen gewohnt, wo die Türen und Fenster nicht ganz zu gingen, also da war immer ein Spalt dazwischen. Und es hat draußen soooooo gestürmt, das war echt richtig gruselig. Man hat überall den Wind pfeifen gehört und es war richtig, richtig kalt. Ich wollte eigentlich duschen, aber das Wasser ließ sich nicht warm stellen und da ich eh schon so durchgefroren war, hab ich's dann gelassen. Ich hab mich echt gefragt, was ich hier eigentlich mache und wollte einfach nur wieder nach Hause in mein kuscheliges, warmes Bett (oder noch besser in die Arme von meinem Schatz, den ich über alles vermisse).

Am nächsten Tag (30.1.) hat dann wenigstens die Sonne geschienen und wir haben uns dazu entschlossen, Canopy über die Hotelanlage zu machen. Für alle, denen das jetzt nicht so viel sagt: Man hängt an einem Drahtseil und fliegt eigentlich durch den Regenwald; wir haben jetzt erst mal die softere Variante - über die Schlucht von ein paar Hügeln - gemacht.

Später fuhren wir dann endlich zu den Gastfamilien . Ich war soooo aufgeregt, aber sie haben mich wirklich sehr herzlich und mit offenen Armen empfangen. Das, was ich verstehe, hält sich in Grenzen, aber ich hoffe mal, das wird bald besser. Gerade habe ich meine erste Nacht hier verbracht und irgendwie hab ich immer noch Jetlag und bin müde aber naja... Ich muss jetzt mal duschen gehen und mich anziehen und so, denn heute muss ich Schulsachen und -klamotten kaufen.

Fotos folgen später noch, schaff's gerade nicht mehr. Und ich weiß noch nicht wie bzw. ob ich die Fotos von der Kamera auf den kleinen Computer hier bekomme, denn hier fehlt dieser Einsteck-Schlitz für die SD-Karte... Naja mal schauen.
Also bis bald, 
Alina <3
Im Flugzeug... Mit der Jacke von meinem Schatz <3 
In Tarbaca
Atemberaubende Landschaft
❤❤❤

Sina, Celine, ich und Sabeth (v.l.n.r.)

Canopy

Gallo Pinto - Das typisch costa-ricanische Frühstück

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen